Leistungsfeld · Agile Transformation
Agile Transformation im Mittelstand: vom Workshop bis zur Interim-Rolle
Scrum ist eingeführt, doch geliefert wird nicht schneller.
Agile Transformation heißt für mich: die Art verändern, wie Ihr Unternehmen liefert und entscheidet. Ich übernehme dabei
so viel Verantwortung wie nötig, im Workshop, als Sparringspartner Ihrer Verantwortlichen oder in der Interim-Rolle als Scrum Master, Product Owner oder Agile Coach. Von Kassel aus, für KMU im DACH-Raum.
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Warum liefern Teams trotz Scrum nicht schneller?

Weil sich mit den Methoden nur die Oberfläche geändert hat. In vielen mittelständischen Unternehmen sind Boards, Dailys und Sprints eingeführt, aber die Abläufe und Entscheidungswege dahinter blieben, wie sie waren:
Prioritäten wechseln wöchentlich, Zuständigkeiten sind unklar, und jede Entscheidung läuft weiter über denselben Schreibtisch. Scrum macht diese Probleme sichtbar, lösen kann es sie nicht von allein.
Dazu kommt, dass die neuen Rollen oft nebenbei besetzt sind: Der Scrum Master ist eigentlich Entwickler, der Product Owner eigentlich Abteilungsleiter, und beiden fehlt die Zeit oder die Erfahrung, die Arbeitsweise wirklich zu verändern. Eine agile Transformation setzt deshalb nicht bei der Methode an, sondern an der Art, wie Ihr Unternehmen liefert und entscheidet. Ich begleite das in drei Stufen: vom Workshop über Sparring für Ihre internen Verantwortlichen bis zur Interim-Rolle, in der ich die Veränderung im
Alltag vorantreibe, bis Ihre Teams selbst liefern.
Woran Sie erkennen, dass die Transformation steckt
- Boards und Dailys laufen, aber eine Anforderung braucht von der Idee bis zur Nutzung so lange wie vorher.
- Prioritäten ändern sich wöchentlich, und das Tagesgeschäft schlägt jede Sprint-Planung.
- Der Scrum Master macht die Rolle nebenbei und kommt über das Moderieren von Terminen nicht hinaus.
- Entscheidungen laufen weiter über denselben Schreibtisch, egal was im Board steht.
- Retrospektiven finden statt, aber dieselben Hindernisse tauchen jeden Monat wieder auf.
- Agiles Arbeiten endet an der Teamgrenze: Fachbereiche, Führung und Kunden arbeiten wie immer.
Wie gehe ich eine agile Transformation im Mittelstand an?
In vier Schritten, und der erste ist immer hinschauen, wie heute geliefert wird. Ich starte nicht mit einem Methoden-Rollout, sondern mit der Frage, wie lange eine Anforderung bei Ihnen von der Idee bis zur Nutzung braucht und wo sie liegen bleibt. Danach vereinbaren wir ein messbares Zielbild, verändern die Arbeitsweise dort, wo der Engpass sitzt, und ich gebe Verantwortung schrittweise an Ihre Leute zurück. Eine Interim-Rolle ist dabei immer befristet: Sie endet, wenn Ihre Teams selbst liefern.
Schritt 1
Liefersituation sichtbar machen
Wir verfolgen drei bis fünf echte Anforderungen auf dem Weg durch Ihr Unternehmen, von der Idee bis zur Nutzung, mit allen Wartezeiten und Schleifen. Das Ergebnis überrascht fast immer: Der größte Teil der Zeit ist Liegezeit, nicht Arbeitszeit.
Schritt 2
Engpass benennen und Zielbild vereinbaren
Wir benennen den Engpass, an dem wir zuerst arbeiten, und legen fest, woran Sie Fortschritt messen und bis wann: zum Beispiel an der Durchlaufzeit oder an der Zahl abgeschlossener Vorhaben je Quartal. Ein Engpass, ein Zielwert, ein Zeitraum.
Schritt 3
Arbeitsweise am Engpass verändern
Wir bauen Rollen, Takt und Entscheidungswege so um, dass Arbeit wieder fließt, passend zu Ihrem Unternehmen. Ob das am Ende Scrum heißt, Kanban oder eine Mischung, entscheidet Ihr Engpass, nicht das Lehrbuch.
Schritt 4
Verantwortung übergeben
Ich begleite Ihre internen Verantwortlichen, bis sie die neue Arbeitsweise ohne mich weiterführen. Mein Einsatz wird dabei stufenweise kleiner: erst volle Interim-Rolle, dann Sparring im Hintergrund, am Ende nur noch ein Termin bei Bedarf.
An welchem dieser Schritte Ihr Unternehmen gerade steht, klären wir im kostenfreien Erstgespräch.
Welche Unterstützung passt: Workshop, Sparring oder Interim-Rolle?
Welche Stufe passt, hängt davon ab, wie viel Veränderung Ihr Unternehmen aus eigener Kraft tragen kann. Die drei Stufen unterscheiden sich in der Eingriffstiefe. Workshops und Kickstarts (0,5 bis 2 Tage) geben den Anstoß und ein gemeinsames Bild der Lage. Sparring und Mentoring (monatlich 2 bis 4 Stunden) stärken Scrum Master, Product Owner und Führungskräfte, die selbst umsetzen. Als Interim Scrum Master, Product Owner oder Agile Coach übernehme ich die Rolle auf Zeit, wenn sie unbesetzt ist oder die Kraft im Alltag fehlt, und treibe die Veränderung voran, bis Ihre Teams selbst liefern. Alle drei Stufen sind einzeln buchbar und lassen sich kombinieren. Viele Mandate wandern über die Zeit die Treppe hinab: vom Interim-Einsatz zum begleitenden Sparring, vom Sparring zum punktuellen Austausch bei Bedarf. So endet externe Unterstützung planvoll, und die Verantwortung bleibt in Ihrem Unternehmen.
Baustein 1
Workshops und Kickstarts
Wie kommen wir vom Reden ins Tun?
Kompakte Formate für den Start: Standortbestimmung, Team-Kickstart oder ein Arbeitsworkshop zu einem konkreten Problem, mit Ihren echten Themen statt Übungsbeispielen.
Ergebnis: Ein gemeinsames Bild der Lage und die drei nächsten Schritte, denen alle zugestimmt haben.
Einzeln buchbar, 0,5 bis 2 Tage
Baustein 2
Sparring und Mentoring
Wer stärkt unsere eigenen Leute, während sie umsetzen? Regelmäßiges Sparring und Mentoring für Scrum Master, Product Owner und Führungskräfte: Fälle aus dem Alltag, Vorbereitung schwieriger Entscheidungen, ehrliches Feedback von außen.
Ergebnis: Ihre Verantwortlichen entscheiden sicherer und bleiben mit der Rolle nicht allein.
Einzeln buchbar, monatlich 2 bis 4 Stunden
Baustein 3
Interim Scrum Master, Product Owner oder Agile Coach
Was, wenn die Rolle unbesetzt ist oder die Kraft im Alltag fehlt?
Ich übernehme die Rolle und arbeite im Team mit: Ich halte den Takt, priorisiere, kläre Entscheidungswege und räume Hindernisse aus dem Weg. Die Übergabe an eine interne Nachfolge ist von Anfang an Teil des Auftrags.
Ergebnis: Die Veränderung passiert im Tagesgeschäft, nicht neben ihm, und bleibt auch nach meinem Ausstieg.
Einzeln buchbar als befristetes Mandat, ab 25 Stunden pro Woche
Welches Format passt zu welchem Bedarf?
Welches Format passt, hängt davon ab, ob Sie einen Anstoß, eine Stärkung Ihrer eigenen Leute oder eine Vertretung brauchen. Für den Start reicht ein Workshop oder Kickstart. Setzen Ihre Verantwortlichen selbst um, passt das monatliche Sparring. Ist die Rolle unbesetzt oder fehlt die Kraft im
Alltag, übernehme ich sie befristet als Interim Scrum Master, Product Owner oder Agile Coach.
| Format | Passt, wenn | Umfang | Buchbar als | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Workshop oder Kickstart | Sie einen Anstoß von außen brauchen und selbst weitermachen wollen | 0,5 bis 2 Tage, remote oder vor Ort | einzeln | ein gemeinsames Bild der Lage und die drei nächsten Schritte |
| Sparring und Mentoring | Ihre internen Verantwortlichen umsetzen und ein erfahrenes Gegenüber brauchen | monatlich, 2 bis 4 Stunden | einzeln | sichere Entscheidungen, laufende Nachsteuerung, Mentoring der Rolleninhaber |
| Interim Scrum Master / Product Owner / Agile Coach | die Rolle unbesetzt ist oder die Veränderung neben dem Tagesgeschäft nicht läuft | ab 25 Stunden pro Woche, befristet | befristetes Mandat | Umsetzung im Alltag, Übergabe an eine interne Nachfolge |
| Inhouse-Training | mehrere Teams gleichzeitig auf denselben Stand sollen | 0,5 bis 2 Tage je Gruppe | einzeln | geschulte Teams, dazu Verweis auf die offenen Seminare an der VSB Nordhessen |
Was hat agile Transformation mit KI zu tun?
Mehr, als es zunächst scheint, denn KI-Werkzeuge entfalten ihren Nutzen in kurzen Lernschleifen. Teams, die in einem festen Takt liefern, Ergebnisse prüfen und nachsteuern, können ein neues Werkzeug in zwei Wochen ausprobieren, bewerten und behalten oder verwerfen. Organisationen, in denen jede Änderung durch lange Abstimmungswege muss, kommen dagegen über Einzelversuche nicht hinaus.
Eine agile Arbeitsweise gehört deshalb zum Fundament, auf dem KI im Unternehmen trägt: klare Prioritäten, kurze Entscheidungswege, sichtbare Ergebnisse. Ich mache Ihr Unternehmen damit KI-bereit. Die Auswahl und Einführung konkreter KI-Werkzeuge überlasse ich bewusst Spezialisten, mein Beitrag ist die Arbeitsweise, mit der deren Arbeit wirkt.
Wie sieht das in der Praxis aus?"
Ausgangslage. Eine Großbank im DACH-Raum, ein Cloud-Migrations Programm mit vielen beteiligten Teams. Als ich als Chief Scrum Master einstieg, lag das Projekt hinter mehreren zugesagten Release-Terminen: Die Rollouts der Applikationen waren im Verzug, die in einer Bank verpflichtende Projektdokumentation hielt mit dem Tempo nicht Schritt, und das Risikoregister wuchs schneller, als Punkte geschlossen werden konnten. Woran die einzelnen Bereiche arbeiteten und wie weit die Rollouts wirklich waren, konnte niemand verlässlich sagen.

Maßnahme. Der erste Schritt war Sichtbarkeit, nicht Methode: Ich baute das vorhandene Jira so um, dass Stand und Zuständigkeit je Rollout ablesbar wurden, und führte in den betroffenen Bereichen tägliche Kurzabstimmungen ein. Auf dieser Grundlage stabilisierten wir die Liefersituation. Zum Jahreswechsel organisierten wir die Teams neu: Feature-Teams mit klarem Produktbezug, dazu übergreifende Gilden, die den Wissenstransfer zwischen den Teams sichern. Anschließend übernahm ich interimsweise die Rolle des Release Train Engineers für das Gesamtprogramm, also die Funktion, die die Planung über alle Teams hinweg taktet, und restrukturierte den etappenweisen Planungsprozess, damit er besser zu den Abläufen der Bank passt.
Ergebnis. Die für das Jahresende zugesagten Rollout-Kandidaten gingen live. Aus einem Projekt, das von Termin zu Termin überrascht wurde, wurde ein Projekt, das seinen Stand kennt und planbar liefert: Es kann sehen und handeln.
Das Muster ist größenunabhängig: erst Sichtbarkeit, dann Stabilität, dann Struktur. Was in einem Großbank-Programm Monate und viele Gremien braucht, geht im Mittelstand in Wochen, mit denselben vier Schritten, die oben auf dieser Seite stehen.
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Als autorisierter Berater der RKW Hessen und als INQA-Coach biete ich geförderte Beratung für kleine und mittlere Unternehmen an. Die INQA, also die Initiative Neue Qualität der Arbeit, fördert bundesweit und übernimmt bis zu 80 % der Kosten für maximal 12 Beratungstage.
Die RKW Hessen, das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft, bezuschusst Beratung regional mit bis zu 50 %. Gerade für die Begleitung einer agilen Transformation passt der INQA-Rahmen gut, weil er genau auf Arbeitsorganisation und Führung im Wandel zielt. Ob Ihr Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, klären wir kostenfrei in wenigen Minuten.

Ich bin akkreditierter RKW Hessen Berater, seit 2025
Ich bin autorisierter INQA-Coach, seit 2026
Häufige Fragen zu agiler Transformation und Interim-Rollen
1. Was macht ein Interim Scrum Master im Mittelstand?
Er übernimmt die Scrum-Master-Rolle befristet und sorgt dafür, dass ein Team in einen verlässlichen Liefertakt kommt: Er moderiert die Termine, räumt Hindernisse aus dem Weg und coacht Team und Führung in der Arbeitsweise. Im Mittelstand gehört oft dazu, die Rolle intern aufzubauen, damit sie nach dem Einsatz besetzt bleibt.
2. Brauchen wir Scrum, um agil zu werden?
Nein. Scrum ist ein Rahmenwerk, kein Ziel. Entscheidend ist, dass Arbeit in kurzen Schritten fließt, Prioritäten klar sind und Teams aus Ergebnissen lernen. Ob das mit Scrum, Kanban oder einer Mischform gelingt, hängt von Ihrer Arbeit ab. Ich wähle die Methode nach dem Engpass aus, nicht umgekehrt.
3. Wie lange dauert eine agile Transformation im Mittelstand?
Rechnen Sie in Monaten, nicht in Wochen. Ein einzelnes Team kommt in zwei bis drei Monaten in einen stabilen Takt, eine Veränderung über mehrere Teams und die Führung hinweg braucht sechs bis zwölf Monate. Interim-Rollen sind dabei immer befristet: Sie enden mit der Übergabe an Ihre internen Verantwortlichen.
4. Was unterscheidet Scrum Master, Product Owner und Agile Coach?
Der Scrum Master verantwortet die Arbeitsweise eines Teams, der
Product Owner Inhalt und Reihenfolge der Arbeit, der Agile Coach die Veränderung über Teamgrenzen hinweg, einschließlich der Führung. Ich übernehme alle drei Rollen als Interim-Besetzung, je nachdem, wo die Lücke in Ihrem Unternehmen ist.
5. Funktioniert agiles Arbeiten auch außerhalb der IT?
Ja. Kurze Planungszyklen, sichtbare Arbeit und feste Verbesserungstermine funktionieren überall dort, wo mehrere Menschen an gemeinsamen Ergebnissen arbeiten, vom Vertrieb bis zur Verwaltung. Angepasst werden die Methoden, nicht die Menschen.
6. Ist die Begleitung förderfähig?
Ja. Über INQA werden bundesweit bis zu 80 % der Kosten für maximal 12 Beratungstage gefördert, über die RKW Hessen regional bis zu 50 %. Ob Ihr Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, prüfe ich kostenfrei.
Wie sieht der erste Schritt aus?

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